Das war das Nova Rock 2018, Donnerstag & Freitag

Wie hier erwähnt, sie sind fort die jährlichen Berichte direkt vom Nova Rock Festival aus Flippers Hinterteil. Auch sie fielen den Wellen der Mikrowelle und einer dezent oder doch undezenten Unfähigkeit den Blog vorübergehend auf Privat zu stellen, zum Opfer.

Bei Flipper handelt es sich übrigens um mein treues Gefährt, welches mir regelmäßig einen Schlafplatz bietet, nachdem es mich zu meinen Zielorten gebracht hat.

Tatsächlich wird der Bericht aus diesem Jahr von einigen geneigten Lesern vermisst, was mich ehrt und mich dazu bringt zu versichern, dass es tatsächlich auch für mich seltsam war dieses Jahr nicht in der morgendlichen Hitze der pannonischen Tiefebene in Flippers Hinterteil zu schreiben.

Dieses Jahr begleitete mich, beziehungsweise den Taekwondo Griechen und mich, mein 16-jähriger Großcousin, ich gestehe eine gewisse aber dann doch völlig unberechtigte Mulmigkeit angesichts des zarten Alters besagten Großcousins. Überaus vorbildlich und verantwortungsbewusst hatte er sich die gesamten vier Tage verhalten.

Wie üblich begann die Anreise erst einige Stunden vor Festival Beginn, am Donnerstag, allerdings schlugen uns die Regenfälle des Vorabends ein kleines Schnippchen. Einer der Caravanplätze versank, Hörensagen zufolge, im Schlamm und wurde kurzerhand verlegt, was bedeute, das zig Wohnwägen umgesiedelt wurden, was wiederum zu einem Stau führte, welchen es normalerweise zu dieser Uhrzeit nicht gab, weshalb wir oder doch nur ich Black Stone Cherry leider verpassten.

Zu Shinedown, ja das Wesen hinter dem Blog schätzt Shinedown und vermisst lediglich die langen Haare des Sängers, schafften wir es jedoch rechtzeitig. Sie eröffneten mit Sound of Madness, zu finden auf dem gleichnamigen Album, mein Wunsch mir davon noch The Crow & The Butterfly um die Ohren zu donnern, sofern man von donnern sprechen kann, wurde jedoch nicht erfüllt. Man kann eben nicht alles haben.

Im Schlamm, welcher bereits mit Rindenmulch bekämpft wird, warten wir nun auf Meshuggah, wobei mir mehrmals versichert wird das es Metal vor und nach Meshuggah gab oder doch gibt. Ich hatte die Band noch nie gehört und werde mit der Zeit von Band und feiernder Meute dann mitgerissen.

Nach einer Stärkung beschließen wir nun die Zelte, was bedeutet erstmals kein Schlaf in Flippers Hinterteil, aufzubauen. Sollte ich nun erwähnen, dass ich meinen Schlafsack vergessen hatte? Was wiederum dazu führte, dass wir am schlammigen Gelände einen Stand suchten, welcher selbige verkaufte, weshalb wir erst während Megadeth wieder vor den Bühnen erscheinen. Parkway Drive frönen und schließlich während einem unmotivierten Marylin Manson, welcher mit seiner Nichtshow gar den Himmel zum Weinen bringt, in die Schlafsäcke verschwinden.

Am folgenden Freitag, dem zweiten Tag am Nova Rock, gehen wir es gemütlich an, verstecken uns vor der Sonne an einem hübschen Schattenplätzchen, welches wir unweit von Flipper entdeckt hatten und stärken uns oder doch nur ich mich mit Dosenkaffee. Mein Großcousin möchte ältere Freunde am Caravanplatz besuchen und ganz die nervige, alte, Großcousine die ich sein kann, bestehe ich darauf ihn durch das große Gelände zu begleiten und dabei einen Blick auf besagte Freunde zu werfen.

Ein kleines Abenteuer in welches wir uns hier stürzen, der Schlamm hat das Gelände des Campingplatzes, welchen wir hierfür durchqueren noch im Griff, selbiger zerrt hier und da an den Schuhen, Verluste der schuhischen Art gibt es jedoch nicht zu beklagen. In einer beachtlichen Schlammpfütze oder doch kleinem Schlammsee gibt sich ein Pärchen unter dem Grölen einiger – nenne ich sie nun Schaulustige (?) – einem Schlammbad hin, bekleidet – damit keine Missverständnisse aufkommen.

Nachdem der Großcousin seine Freunde erreicht hat und ich einige, nervige, Fragen stellen konnte kommen der Taekwondo Grieche und ich auch zu einem richtigen Frühstück, mit warmen Kaffee, Obstsalat und Croissants.

Erst während Life of Agony suchen wir die blaue Bühne auf. Sehen uns einen Teil von Arch Enemy an und stärken uns bis Rise Against im Burgenland Eck.

Auch heute scheint beim Headliner des Abends, Avenged Sevenfold, der Wurm drin zu sein. Irgendetwas oder einfach der Sound klingt hier falsch und nach der zweiten Nummer, Afterlife, motzt der Sänger – M Shadows –  doch tatsächlich der Gitarrist – Synyster Gates – solle doch bitte das Pedal rechtzeitig betätigen, um die richtigen Töne zu spielen. Die Gitarre wird gewechselt, der Sound passt, die Harmonie der Band irgendwie noch nicht. Erst langsam scheinen sie sich während der folgenden Nummern wieder zusammen zu spielen. Persönlich freue ich mich das sie es unterlassen viele Songs ihrer letzten beiden Alben zu spielen und die Fans mit Welcome to the Family, Buried Alive und insbesondere Eternal Rest, letzteres von ihrem zweiten Album – Waking the Fallen – zum Kochen bringen. Auch ihrem verstorbenen Drumer – The Rev – gedenken sie mit So Far Away und wählen für die Zugabe, neben Shepered of Fire, Unholy Confessions. Das Wesen hinter dem Blog begibt sich somit sehr glücklich in den Schlafsack.

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