Das war das Nova Rock 2018, Samstag & Sonntag

Am Samstag wird es erneut sehr ruhig, nach Dosenkaffee und mitgebrachten Snacks geben wir uns einer Kartenspielpartie zu dritt hin, erst nach Stick to your Guns, folgt eine richtige Stärkung, sowie die Begleitung des Großcousins zu seinen Freunden. Dann machen es sich der Taekwondo Grieche und ich erneut im Schatten gemütlich, bevor uns Boon zurück auf das Festival Gelände, vor die Red Bull Stage, locken.

Voriges Jahr, genauer im August, lockten mich Boon vom Kaltenbach Open Air, nahe des Semmerings, nach Schwechat und so wie damals sollte ich es auch heute nicht bereuen, dass sie mich von meinem Schattenplatz weggelockt hatten.

Boon, welche unter anderem schon als Support für Sepeltura, Clawfinger, AC/DC und The Sorrow fungierten, eröffnen, für mich, überaus passend mit Give it a Go. Es folgt die erste Nummer ihres Albums Boon, Rise & Fall und hierauf eine Nummer, die ich persönlich etwas Blues angehaucht empfinde Bleeding out for you.

Während ihres Auftritts, der leider etwas am kurzzeitig schlechten Sound vom Mischpult leidet, dürfen wir zu Overdrive, Geh Weida, Way too far, Right Now, Furious und What I am Living for, feiern. Dazwischen ergattere ich übrigens ein Plektrum.

Persönlich vermisse ich einen meiner Favoriten; Sweet Times ihres Albums The Essence of Everything. Warum? Ich meine hier das bei Boon anzutreffende herausragende Zusammenspiel eines hohen Gesangsniveaus, das Wesen hinter dem Blog sagt hierzu gerne die Stimme, die James Hetfield gerne hätte, mit stimmigen Melodien am ehesten herauszuhören. Allerdings hört man dies in vielen Songs von Boon heraus, so mag es wohl möglich daran liegen, dass es mich seinerzeit als ich es erstmals hörte, einfach vom Hocker riss.

Es folgen noch Limp Bizkit, Volbeat und etwas Billy Idol an diesem Abend. Viel dazu zu sagen gibt es nicht. Limp Bizkit, welche wie System of a Down, einfach nichts Neues mehr rausbringen, können zwar ordentlich Stimmung machen, was ich in meinem Fall aber eher an Teenager-Erinnerungen als an Performance Künste knüpfe, aber nach dem dritten Mal Live erleben wird es einfach etwas fad.

Volbeat waren Volbeat, konnten das Publikum für sich einnehmen, aber ich sah schon bessere Auftritte, wobei mir völlig klar ist, dass man eben nicht einfach jedes Mal einen tollen Auftritt hinlegen kann, tatsächlich zu meckern gab es auch nichts… Fazit nach dem dritten Konzert – Volbeat eben.

Der letzte Tag, Sonntag, war angebrochen, erneut begleiten wir den Großcousin zu seinen Freunden und nehmen diesmal unser Frühstück, bestehend aus Kaffee, Obstsalat, Croissants und irgendwas das ein Rührei sein soll zu dritt ein. Obwohl das Wetter hielt und kleinen Windpassagen mit Bewölkung stets Sonnenschein folgte, ließ ich dieses Jahr auch erstmals den Besuch des Neusiedler Sees, in den Mittagsstunden, aus.

Während der Großcousin sich der Musik hingibt, verziehen sich der Taekwondo Grieche und ich erneut zu unserem Schattenplätzchen und spielen Karten, bis wir schließlich beginnen die Zelte abzubauen und uns langsam zu Billy Talent bewegen.

Klarerweise war die Stimmung danach, also nach Billy Talent, sehr gut. Selbiger erzählte übrigens, dass er, quasi zufällig, einen Tag zuvor in die Regenbogenparade in Wien geraten war und sich beeindruckt von dem friedlichen Miteinander zeigte.

Wir verfolgen noch die restliche Show von The Raven Age auf der anderen Bühne, Killswitch Engage kann mich dieses Jahr, Live und in Farbe, auch nicht mehr vom Hocker werfen und so folgt eine Stärkung, bis wir uns kurz vor Iron Maiden wieder mit meinem Großcousin treffen und während Iron Maiden das Nova Rock Festival, gegen zehn Uhr abends oder doch nachts, hinter uns lassen.

Während der Heimfahrt frage ich mich erneut, bin ich alt, müde oder kann mich Iron Maiden, trotz opulenter Show oder gerade deshalb, auch nicht mehr vom Hocker reißen?

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