Hoch und Tief

Es wollte nacherzählen, das Wesen hinter dem Blog, welches das Schreiben vor gut einem Jahr langsam und dann doch bedauerlicherweise sicher ablegte. Es vermisste das Schreiben und doch schrieb es auch jetzt wieder gut einen Monat nichts. Nun ja, zumindest nicht öffentlich.

Wie an anderer und verschwundener Stelle, da sich der Blog des Wesens hinter dem Blog wohl als Bermuda-Dreieck herausstellte, angemerkt ist das Leben nun eben tatsächlich wohl, was passiert, während man andere Pläne dafür macht. Obwohl man gleichwohl aufpassen solle was man sich wünscht, es könne wahr werden. Uh, da wäre dann doch der Eine oder Andere kleine Wunsch, der sich bitte gerne verselbstständigen könne.

Wie dem auch sei, so einiges im vergangenen, schreibfreien aber nicht gedankenleeren, Jahr, könne ich mir nicht einmal Denken, geschweige den Wünschen. Es passierte, da das Leben eben, … Wiederholung …, ist was passiert während man andere Pläne dafür macht.

Anno dazumal oder eben vor einigen Jahren entschied sich das Wesen hinter dem Blog, wohl wissend das es selbige keine Nachkommen zeugen lassen würde, dagegen den hündischen Damen des Hauses diverse Körperteile, welche zur Reproduktion benötigt werden, entfernen zu lassen. Allgemein nennt man dies auch Kastration oder eben Sterilisation.

Befürworter mögen mich nun bitte gerne an den Pranger stellen und steinigen.

Keineswegs ging es darum den hündischen Damen des Hauses nichts wegzunehmen, ich sah darin schlichtweg keinen Nutzen, abgesehen davon das eine hündische Dame des Hauses an einem leichten Herzfehler leidet und die Operation somit lediglich ein unnötiges Risiko darstellte.

Wie man mit feuchten Lappen aufwischt, ist mir auch geläufig, auch wenn man dies dem heimischen Domizil durchaus nicht immer ansieht … habe ich dies soeben tatsächlich geschrieben (?) …, ebenso wie man einer hündischen Dame des Hauses ein Höschen anzieht und überhaupt waren wir meist sowieso zu jener Zeit draußen unterwegs, wo es andere vorzogen noch zu schlummern, zu frühstücken oder sich bereits dem Hauptabendprogramm hinzugeben. Sollte man doch auf jemanden Treffen könne man ja noch immer von der Ferne rufen „Achtung! Läufige hündische Damen im Anmarsch!“ Kein Ding also, jenes hündische zweimal im Jahr Ding.

Nun kam jenes hündische zweimal im Jahr Ding pünktlich oder doch pünktlicher als die Eisenbahn zum zweiten Mal im Jahr, doch nach den obligatorischen zwei Wochen wurde ich dann langsam gewahr das hier etwas nicht so wollte wie es sollte und als dann jene unläufige hündische Dame des Hauses jene läufige mied war klar…es ist etwas faul.

Am darauffolgenden Tag den Tierarzt aufgesucht, stellte sich heraus das nun doch alles hinaussollte, was vor vielen Jahren dringeblieben war, es hatte sich nämlich entzündet und obendrein das Blut etwas vergiftet. Ich flippte, zumal es natürlich ausgerechnet die herzschwache hündische Dame des Hauses getroffen hatte, welche vor der dringend notwendigen Operation nun einige Male an den Tropf musste um selbige, mit Toxinen im Blut, überhaupt überstehen zu können.

Durchaus schätze ich die Offenheit meiner Tierärztin, aber die Aussage das selbst gesunde, ergo nicht herzkranke Hunde, jene Operation die nun anstand im bedauerlicherweise nun doch etwas betagteren Alter, auch wenn man jenes betagte noch nicht merkt, oft nicht überstanden verursachte bei mir weiche Knie.

Am besagten Tag der Operation saß ich nun wie gebannt vor meinem Mobiltelefon und flehte es würde doch endlich läuten. Endlich, es läutete, vorbei mit der Folter, alles war gut verlaufen, die hündische Dame durfte in den nächsten Stunden nach Hause geholt werden, bräuchte aber sicherheitshalber noch ein paar Tage Tropf.

Zeitlich war es nun tatsächlich so, dass ich mir besagte Fingerfraktur zuzog, kurz nachdem die herzschwache hündische Dame des Hauses genesen war. Aber hier endet die Geschichte nicht.

Denn kaum sollte nun jene lästige Fingerfraktur relativ, aber eben noch nicht, verheilt sein, zeigte sich die andere hündische Dame, gut zwei Monate später, des Abends plötzlich seltsam angeschlagen.

Nun gut, man steinige mich erneut, eigentlich zeigte sie sich schon in den frühen Morgenstunden etwas müder als üblich, aber der Operation der herzschwachen hündischen Dame war es geschuldet das wir signifikant weniger unternommen hatten als üblich und an diesem nun besagten Tag, zwei Monate später, nach Wundheilung der Operation und Fingerfraktur, unseren ersten längeren Spaziergang unternommen hatten.

Nachdem aber jene herzschwache, operierte, hündische Dame des Hauses sich mittlerweile munter zeigte, begann ich mich etwas zu sorgen, vielleicht der Kreislauf? Also prüfte ich die Schleimhäute und sah, nein nicht rosa, sondern weiß, weiße Schleimhäute gar nicht gut.

Der Taekwondo Grieche, es folgt ein Anglizismus, seines Zeichens: My Partner in Crime, sollte nun feststellen das jene, bis dato unbehelligte, hündische Dame eine durchaus beachtliche Beule an der Flanke hatte. Sofort rief ich die Tierärztin an und noch am selben Abend war klar … Milztumor.

Operation war aber frühestens morgen möglich, er könne aber jederzeit aufbrechen, da er offenbar voll mit Blut war, womit eine Blutarmut einherging, was … Sarkasmus … nicht besser sein könnte für den Kreislauf und Allgemeinzustand.

Am Tag der Operation folgten noch weitere Untersuchungen, warten nervenaufreibendes warten, endlich kam die hündische Dame des Hauses in den Operationssaal, ich sollte noch warten bis sie einschlummerte und dann gehen, es käme ein Anruf, wenn die Operation fertig sei. Gerade umgewandt, um zu gehen, erscheint der Chirurg und meint „Sie warten jetzt bitte doch noch bis der Hund offen ist.“

SCHLUCK. OK.

Aber, auch hier genug der Folter, die andere hündische Dame des Hauses soll auch ihre Operation überaus gut überstehen. Trotz Mannkopfgroßen Tumors. Ich dürfe sie morgen besuchen und unter Umständen dürfe sie sogar schon heim.

Am nächsten Tag erwartet mich ein Hund, dem man gar nichts anmerkt…

Operation pfff…Pustekuchen, ich bin munter und ich will heim…Schreibe ich nun tatsächlich in der Ich-Form meines Hundes?

Als erstes erhalte ich sogar ihr „Schimpfbellen“ welches ich öfter ernte, wenn ich zu lange außer Haus war und als nächstes zieht sie schon in Richtung Ausgang der Klinik. Selbst der Oberarzt, ja anscheinend gibt es dies bei Tieren auch, kann es nicht glauben das der Hund den er nun nachkontrolliert besagte Operation gerade hinter sich haben soll. Eine Kämpferin und tatsächlich bin ich etwas stolz auf sie als wir, nachdem Formalitäten und Zahlungen getätigt sind, in Richtung Auto und somit Heimat dackeln.

Ich packe die beiden hündischen Damen des Hauses zwar noch sehr in Watte, unter Umständen noch zu viel, aber es geht ihnen tatsächlich blendend.

Wie man auf Instagram oder Facebook, hier und da, auch verfolgen könnte. Hust…Schleichwerbung.

Nur ich musste mich, wie man auch an der Schreibpause bemerkt, anscheinend etwas länger von zwei Hundeoperationen, einer Fingerfraktur und etwas anderen Pallawatsch, ergo Unfug, welcher vielleicht…vielleicht aber auch nicht an anderer Stelle erzählt wird, erholen.

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