Flucht nach Südtirol

Obwohl in den Sommermonaten geboren oder doch nur an einem Tag in einem Sommermonat, ist das Wesen hinter dem Blog selbigen nicht sonderlich zugetan. Blühende Blumen, zirpende Babyvögel, malerische Sonnenuntergänge, ja gerne aber bitte ohne den, zumindest in diesem Jahr, dazugehörenden 35 Grad im Schatten und ständiger Befeuchtung der Haut durch die körpereigenen Schweißdrüsen.

Sisyphos lässt grüßen, denn kaum ist man geduscht oder auch gebadet und entsteigt dem Nass, darf man sich für circa fünf Minuten frisch fühlen, bevor erneut die ersten Schweißtropfen zu tropfen beginnen.

Bäh, im Winter bleibt man wenigstens frisch, selbst wenn man sich nach der Dusche warm unter der Bettdecke einmümmelt. Soll der Taekwondo Grieche eines Tages, vor nicht allzu langer Zeit, von mir dazu hören.

Der Sommer hatte zumindest weder kalendarisch, meteorologisch noch astrologisch begonnen, als der Taekwondo Grieche auf die geniale Idee gekommen war das Wesen hinter dem Blog und die hündischen Damen des Hauses, für einen Kurztrip, in die kühle Bergwelt von Südtirol zu locken.

Auch ein kurzer Stopp in Kärnten, am Wörthersee, wo die liebste Freundin des Wesens hinter dem Blog ihr Leben lebt, war während der Reise eingeplant.

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Dort, also in Kärnten angekommen, sollte ich nicht nur meine liebe Freundin wiedersehen, sondern geriet aus dem überaus sommerlichen Frühling der Landeshauptstadt in den Herbst, womit ich so oder so durchaus verzaubert war. Nach einem halben Tag und einer halben Nacht mit der liebsten Freundin ging es weiter nach Südtirol.

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Schnee! Sollte ich wenige Stunden nach der Abreise von Kärnten begeistert ausrufen, kaum in unserer Unterkunft angekommen ging es auch schon los um einen nahegelegenen Bergsee zu besuchen oder erkunden oder sich schlichtweg an den Berggipfeln ringsum zu erfreuen.

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Erfreulich war auch der Weg dorthin, da sich der Taekwondo Grieche gegen den asphaltierten Weg aber für den verschneiten Waldweg entschlossen hatte, einige Male sollten wir bis zu den Knien im Schnee versinken, was wiederum bedeutete das von den hündischen Damen des Hauses hier und da nur noch der Kopf zu sehen sein sollte.

Ein oder zweimal soll ich auch das Gleichgewicht verlieren und mir ein kurzes Schneebett bereiten, es liegt sich tatsächlich herrlich im Schnee, bis man merkt das diverse hintere Körperteile nass werden.

Auch der Taekwondo Grieche, seines Zeichens nicht nur my Partner in Crime, sondern auch den einen oder anderen Kopf größer als ich, erheitert mich als er kurz vor mir steht mit mir spricht und langsam aber sicher auf meine Augenhöhe schrumpft oder eben doch im Schnee einsinkt.

Der malerischen Kulisse des verschneiten Bergsees hingegeben beschlossen wir nun doch, trotz nasser Füße, über den asphaltierten Weg retour zur Unterkunft zu gehen, zurück in selbiger stellen wir am Balkon fest, dass wir unseren potenziellen Nachbarn, welche aber gar nicht da sind, weil irgendwie außer uns niemand da ist, in das Bad sehen können. Hola.

Aber auch der Spiegel im Zimmer, welcher zwar den Körper der Person davor aber nicht deren Kopf zeigt erheitert mich.

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Auch am folgenden Tag steht eine schöne Wanderung, diesmal ohne Schnee, dafür mit Sturz meinerseits, verschuldet durch eine stur stehenbleibende hündische Dame des Hauses, am Programm. Denn während wir eine Art Feldweg nebst einem Bache begehen und beschließen auf die andere Seite in den Wald zu wechseln, beschließe ich überaus sportlich und grazil springend den Bach zu überqueren und während die eine hündische Dame des Hauses meinem Beispiel folgt, bleibt die andere hündische Dame des Hauses einfach stehen, was nun bedeutet, dass mich die Leine in der Luft anhalten soll, wodurch ich überaus ungrazil auf allen vieren lande und mir dabei das Knie leicht aufschürfe.

Peinlich, aber immerhin schätzt es der Taekwondo Grieche, nach einer Schrecksekunde und Sorge, dass ich über solche Pleiten, Pechs und Pannen herzhaft lachen kann.

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Das Lachen vergeht mir allerdings, als ich feststelle das in Südtirol wohl um die Mittagszeit nicht gegessen wird, wie in Italien soll es erst zu den frühen Abendstunden Mittagessen geben. Ja, das Wesen hinter dem Blog neigt nicht nur zu Morgenmuffeligkeit und Schlafgrantigheit, sondern auch zu Hungergrantigkeit. Also Toast und Eiskaffee zu Mittag, Nachspeise quasi und Mittagessen am Abend, soviel zu Dinner Canceling, welches ich so oder so nicht betreibe.

Wie das Kurz in Kurztrip bereits verrät soll das Verweilen im noch winterlichen Südtirol nicht zu lange dauern und so reisen wir am nächsten Tag, während ein anderes Pärchen jenes Zimmer bezieht dessen Bad wir vom Balkon aus begutachten durften, ab.

Zurück im Sommer soll die Sehnsucht nach dem Winter nur noch größer werden, aber bis dato darf ich mich an Bildern und Videos aus dem Tiefschnee erfreuen und in Erinnerungen an vier Jahreszeiten in vier Tagen schwelgen.
Zudem ist hiermit erzählt das es nach zwei nervenaufreibenden Operationen, an dessen Leben das Leben der hündischen Damen des Hauses hing und einer Fingerfraktur auch herzlich gelacht werden durfte und konnte, denn wo Schatten da auch Licht.

Ach ja…Schleichwerbung…Hust…via Instagram hätte man die Flucht nach Südtirol deutlich früher bestaunen können. (Auch jetzt kann man dies noch, mit Bildern von Wasserfällen und Schneeblumen)

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