Rocktober oder der große Absturz

Mit diesem Titel könne man beinahe an eine, durchaus, typische Rock’n’Roll Geschichte denken. Ein Konzertbesuch, welcher feuchtfröhlich ausartet, einen mit brummenden Schädel und flauen Magen erwachen lässt. Aber es gibt ja auch ein Titelbild und dieses lässt, obwohl es wohl möglich von einer Randale stammen könne, erahnen das es hier nicht um Alkoholexzesse gehen wird.

Der Oktober ward ins Land gezogen und das Wesen hinter dem Blog, dem Geschreibe hier, freute sich wieder Beiträge, auch Artikel genannt, österreichischen Bands zu widmen und später seine Halloween-Geschichten zwischen Hollywood Fiktion und grausiger Wahrheit wieder auferstehen zu lassen.

Lang abhanden gekommener Tatendrang durchflutete es, Vorfreude auf das Schreiben, Filmen, Schneiden und diverse soziale Kanäle damit zu füttern stellte sich ein. Nur die Decke des Esszimmers, die hatte andere Pläne.

Irgendetwas fehlt in diesem, durchaus, chaotischen Haushalt immer und wenn das Wesen hinter dem Blog Einkäufe tätigt, vergisst es nur zu gern die eine oder andere Sache, die im heimischen Domizil benötigt wird. So kam es das es, vor zwei Wochen, am Freitag einem kleinen Einkauf zusammen mit der reiferen Version seiner selbst frönte und dabei etwas vergaß. Am folgenden Tag dem Samstag, wobei wir nun anmerken das weder Freitag noch Samstag gute Einkaufstage sind, schwang es sich auf seinen Drahtesel und kaufte, was es noch zu kaufen galt.

Retour in den heimeligen vier Wänden lehnte sie selbigen nun, nach Betreten der selbigen, an den Esstisch, öffnete die Terrassentür, damit ein wohliger Luftzug durch die Räume gleiten konnte und durchquerte das Esszimmer nochmals um sich für einen kleinen Lauf vorzubereiten.

Ein stärkeres Lüftchen wehte und kaum war ich aus der Tür des Esszimmers in den Gang getreten hörte ich es …

RUMS

… waren die Wäscheständer umgefallen? Durchaus eine Möglichkeit allerdings sprachen Schuttteilchen, welche neben und zwischen meinen Füßen durchrollten begleitet von einer saftigen Staubwolke eine andere Sprache. Ungläubig wandte ich mich um, blickte ins Chaos, versteinerte, dann endlich sammelte ich mich, rief die hündischen Damen des Hauses, schnappte mein Mobiltelefon und lief halbnackt, wie ich gerade war, mit selbigen raus in den Garten.

Meinen Vater, die männliche reifere Version von mir, sollte mein folgender Anruf mit einer gehörigen Portion gestotterte meinerseits, zumindest nachträglich, königlich amüsieren. Keine fünf Minuten später ist er auch da, begutachtet das Chaos im Chaos aber auch die Decke. Schnell ist ihm klar ein schlecht sanierter Wasserschaden und sollte der Rest ebenfalls herunterkommen, was er stark bezweifelte, dann würde dies innert den nächsten Stunden passieren.

Deutlich furchtloser als ich selbst begann er, mit jenem Menschen, welchen ich meinen „Adoptivbruder“ nennen darf, die größten Schutteile zu beseitigen, wozu sie mit meiner Hilfe auch sämtliche Möbel aus selbigen Zimmer entfernten. Nachdem dies getan war, die hündischen Damen des Hauses im Schlepptau, flüchtete ich nach einer schnellen Dusche in das Domizil der reiferen Versionen von mir. Erst gegen drei Uhr des Nachmittags an jenem Tag und somit gut fünf Stunden nach dem großen Absturz betraten wir die heimischen vier Wände erneut. Skeptisch beäugte ich die Decke und begann nun mit den restlichen Aufräumarbeiten und Putzen.

Bis auf die Küche, den hier ist die Türe meist zu, hatte absolut alles einen mal mehr mal weniger dezenten Staubfilm abbekommen, es galt eine Grundreinigung alleine zu bewältigen und diese sollte auch bis Mitternacht dauern, wobei ich mich in meinen Schlafsack legen musste, da trotz der zusätzlich geliehenen Wäscheständer der reiferen Version von mir die Bettwäsche größtenteils noch nicht trocken war.

Eine arbeitsreiche Woche stand mir bevor, nur anders als ich gedacht hatte, bevor es am folgenden Wochenende zum Euroblast in Köln gehen sollte.

Die männliche reifere Version von mir begann bereits am folgenden Tag damit einen Holzrahmen an der Decke anzubringen. Ich besorgte Rigipsplatten, wobei selbige natürliche in der Nacht umfallen mussten, weil ich sie zu gerade aufgestellt hatte und am zweiten Tag nach der Katastrophe waren selbige auch schon an dem Rahmen angebracht. Wir verspachtelten und bandagierten die Fugen…

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…Nur ausmalen sollte ich noch, ich Faultier. Aber ich habe eine – gute- Ausrede, es stand der Besuch von Köln, genauer des Euroblast an, für das Metal-Magazin Stormbringer durfte ich den ehemaligen Drummer von Slipknot interviewen sowie meine Gedanken zu drei Alben transkribieren.
Die Band Apis aus der Steiermark hatte mir ihre Interviewfragen schon retour geschickt und auch Boon aus Schwechat bei Wien durfte ich in ihrem Proberaum zu einem Interview besuchen.

Was Apis und Boon zu erzählen haben? Bald werdet ihr es erfahren. Der Rocktober ist eröffnet.

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