Kurt Cobain – Unfall? Mord? Selbstmord?

Der dritte Rocktober bei Chalet Pixie, welche anno dazumal noch unter Criticalpixie zu finden war. Beiträge oder auch Artikel, wenn man sie so nennen möchte, welche das Wesen hinter dem Blog unabsichtlich löschte, gäbe es zu rekonstruieren. Doch dann erwischte es ein Ohrwurm…“The Man Who Sold The World“, soll unaufhörlich in seinem Kopf widerhallen und es dazu bringen über den Tod von Kurt Cobain zu schreiben.

Die folgende Zusammenfassung beruht hauptsächlich auf den Büchern „Love and Death“ der Journalisten Wallace und Halperin, den Zusammenfassungen des von Courtney Love engagierten Privatdetektiven Tom Grant sowie diversen Videomaterials seinerzeit, welches man teilweise noch auf YouTube sichten kann.

Am 3. April 1994, Ostersonntag, 5 Tage bevor Kurt Cobain leblos von einem Elektriker entdeckt wird, ruft Courtney Love in der Kanzlei des Privatdetektivs und ehemaligen Kriminalbeamten des L.A. County Sheriff Departement an. Entgegen der wohl naheliegenden Vermutung rief sie nicht wegen Kurts Verschwinden aus einer Reha Klinik zwei Tage zuvor, am 1. April, an. Sondern aufgrund eines vermeintlichen Kreditkartendiebstahls.

Etwas später an diesem Tag, als der Privatdetektiv Courtney Love in ihrem Hotelzimmer besucht, öffnet selbige in einem durchsichtigen Nachthemd die Türe und rückt nach etwas hin und her damit hinaus das die Kreditkarte gar nicht gestohlen wurde, sondern Courtney Kurts Kreditkarte nach dessen Verschwinden aus der Reha Klinik sperren ließ. Er ein Gewehr gekauft habe und Suizidgefährdet sei, wobei sie diesen Gedanken mit einem Vorfall in Rom, Anfang März desselben Jahres – vor einem Monat – untermauerte.

Bei einem weiteren Meeting, am 4. April, soll Tom Grant von Courtney Love erfahren das die Vermisstenanzeige, welche ebenfalls am 3. April, in Seattle aufgegeben wurde ebenfalls von ihr, Courtney und nicht wie angegeben – und von den Medien aufgegriffen – von seiner Mutter stammte. Ebenfalls hatte sie über die Kreditkartengesellschaft herausgefunden, dass Kurt zwei Tickets nach Atlanta gekauft hatte und verlor sich in einem Eifersuchtsanfall und eröffnete dem Privatdetektiv das Kurt schon öfter über Scheidung von ihr sprach.

Des Weiteren hatte Courtney mittlerweile den Medien zuspielen lassen, dass sie mit einer Überdosis im Krankenhaus liegen sollte und sinnierte vor dem Privatdetektiv darüber das es gute Publicity für ihr Album sei und das sie angeben könne sie hätte die Überdosis genommen, weil Kurt sie verlassen hatte. Zudem brachte sie nun Dylan Carlson, laut Courtney einer der engsten Freunde von Kurt Cobain ins Spiel. Die von Kurt gekaufte Waffe, welche später sein Schicksal besiegeln sollte, war über Dylan Carlson gekauft und registriert worden.

Tom Grant vereinbart ein Treffen mit Dylan Carlson, selbiger hält Kurt nicht für Suizidgefährdet und klärt den Ermittler auch darüber auf, dass der angebliche Suizidversuch in Rom ein Versehen war. Kurt hatte das, heutzutage leider wieder sehr bekannte, Rohypnol – bei ihm, laut einem Bericht von VH1, als Schmerzmittel eingesetzt – in einem Glas mit Champagner zu sich genommen, woraufhin sein Kreislauf zusammenbrach.

Gemeinsam suchen der Privatdetektiv Grant und Carlson nun diverse Motels in Seattle nach Kurt ab, am Abend, nach erfolgloser Suche ruft Carlson Courtney Love an, diese schickt die beiden Männer nun in das gemeinsame Haus in Seattle, um dort nach der Waffe zu suchen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie dem Privatdetektiv, welcher bereits mehrmals das gemeinsame Haus aufsuchen wollte, gesagt er soll es lassen, weil Cali dort sei und dieser würde es Courtney berichten, wäre Kurt dort aufgetaucht.

Es regnet stark an diesem Abend und auf der Innentreppe des Hauses sollen sie nun eine Nachricht des männlichen Kindermädchens, Freund und ehemaligen Liebhaber von Courtney Love ‘Cali‘ an Cobain finden. Er schrieb darin, dass er mitbekommen haben wollte das Cobain im Haus sei, er sauer sei das Cobain sich nicht bemerkbar gemacht habe und er sich bei seiner Frau Courtney melden solle. Ohne die Waffe zu finden, verlassen der Privatdetektiv und Carlson das Haus.

Am nächsten Tag soll ein Elektriker, welcher ein Sicherheitslicht installieren sollte den leblosen Kurt Cobain in einem Raum – genannt das Gewächshaus – über der Garage finden…

Der Privatdetektiv, Tom Grant, eilt zum Haus von Cobain und versucht dem leitenden Beamten mitzuteilen das er am Vortag im Haus gewesen sei und weiterführende Informationen hätte, tatsächlich wird er, ein Mann der, in der zu diesem Zeitpunkt möglichen Todesnacht anwesend war, mit den Worten „Er solle sich später an diesem Tag telefonisch melden“, weggeschickt.

Auf der Wache soll der Privatdetektiv, in dem Gespräch mit dem leitenden Ermittler, erfahren das die von der Polizei erstellten Fotos des “Gewächshauses“, dem Fundort des toten Kurt Cobains, nicht entwickelt werden würden, da die Polizei dies mit Fotos eines Selbstmordes nicht tun würden. Vernon J. Geberth, seinerzeit Leiter der Mordkommission in New York meint in einem Interview dazu, so ein Vorgehen habe er noch nie gehört, Fotos würden entwickelt und Experten gezeigt.

Mittlerweile hat die Polizei von Seattle, im Jahr 2016, die Fotos entwickelt und teilweise der Presse zugespielt, bis heute hat kein Experte die Bilder gesehen.

Ebenfalls ging der leitende Ermittler nicht auf die Einwürfe des Privatdetektivs ein, dass Cobain, entgegen der Darstellung, sich nicht im Gewächshaus verbarrikadiert hatte. Auch einer der Ersthelfer, John Fisk, widerspricht dieser Darstellung und fügt hinzu das es nicht stimme, dass ein Stuhl die Klinke der Türen blockierte, vielmehr habe besagter Stuhl gegenüber den Türen an der Wand gestanden.

Für die Polizei sah der Fall wie ein Selbstmord aus und dabei blieb es, trotz etlicher Ungereimtheiten bis heute.

Bald berichteten nun die Medien den Fall wohl aus der Sicht von Courtney Love, sie widersprach in Interviews dem Gerücht das Cobain und sie bereits getrennt waren und zitierte Passagen aus dem vermeintlichen Abschiedsbrief. Ihrer Rekonstruierung nach habe sich Cobain Heroin gespritzt und anschließend das Leben genommen.

Nach Kurts Tod soll Courtney Love nun in den Medien immer wieder behaupten das Kurt sich bereits im März in Rom umbringen wollte. Er hätte damals 60 Tabletten des Rohypnol zu sich genommen. Der behandelnde Arzt aus Rom, Dr. Oswaldo Galletta, soll dieser Darstellung energisch widersprochen haben, es befanden sich keine 60 Tabletten in Kurts Magen. Auch gegenüber den Ermittlern soll Courtney bei der Geschichte des versuchten Suizids in Rom bleiben, ungeachtet dessen, dass der behandelnde Arzt bereits öffentlich dieser Theorie widersprochen hatte und sie und Kurt dies selbst gegenüber den Medien als Unfall bezeichnet hatten. Sie erwähnt einen weiteren Abschiedsbrief, wobei ein Detektiv Cameron ihr gesagt haben soll sie solle diesen Brief vernichten, da keine netten Dinge drinstehen würden und Kurt eine Scheidung darin verlangte.

Laut toxikologischen Befund befanden sich in Cobains Körper 1,52 Milligramm Heroin pro Liter Blut. Dies entspricht 225 Milligramm Heroin, hätte sich Cobain dies tatsächlich gespritzt, hätte er sich das dreifache einer tödlichen Dosis gespritzt, laut Dr. Cyril Hecht, somit hätte er alsbald bewusstlos zusammenbrechen müssen, er könnte sein Fixerbesteck, welches in einer Box, scheinbar fein säuberlich weggeräumt, neben dem leblosen Cobain befand nicht mehr wegräumen können. Zudem gibt es keinen bekannten Fall, in welchem eine so hohe Dosis Heroin in einem Verstorbenen nachgewiesen werden konnte.

Dr. Colin Brewer veröffentlichte einen Gegenbeweis und zeigte einen Patienten, welcher auf einem Bein balancierte, obwohl er sogar mehr Drogen als Kurt Cobain eingenommen haben sollte, aber der gezeigte Patient war mit Oral eingenommenen Methadon, einer Ersatzdroge, für den Vergleich herangezogen worden. Oral eingenommene Medikamente sind jedoch, allein aufgrund dessen das der Wirkstoff langsamer in den Blutkreislauf gelangt und anders vom Körper verarbeitet wird, unabhängig davon das es lediglich eine Ersatzdroge ist, nicht vergleichbar mit direkt in den Blutkreislauf gespritzten Heroins.

Ein weiteres Rätsel gibt eine Patronenhülse auf. Cobain wurde mit der Waffe, welche er mit seiner linken Hand fest am Lauf umschlossen hatte, leblos auf dem Rücken liegend gefunden. Die Waffe selbst zeigte mit dem Abzug nach oben, wodurch die abgefeuerte Patronenhülse nach rechts ausgeworfen hätte werden müssen, tatsächlich lag sie aber links von ihm auf seiner Jacke.

Am 13. April trifft sich der Privatdetektiv nun mit der Medienanwältin Kurt Cobains und Courtney Loves, Rosemary Carroll, selbige widerspricht der Suizid Theorie vehement. Am 1. März, drei Tage vor dem Vorfall in Rom, kontaktierten wohl Courtney Love und Kurt Cobain unabhängig voneinander Rosemary Carroll, aus Deutschland genauer Berlin. Courtney Love solle bei diesem Telefonat angemerkt haben das Kurt sie verlassen wolle, Carroll für sie den gemeinsten Scheidungsanwalt der Welt finden solle und ob der Ehevertrag für nichtig erklärt werden könne.

Kurt Cobain selbst rief ebenfalls an und verlangte das Courtney Love aus seinem Testament gestrichen wurde. Laut Rosemary Carroll steckten die Beiden mitten in der Scheidung. Später als Rosemary über den Privatdetektiv den vermeintlichen Abschiedsbrief erhält, vertritt sie sofort die Meinung er sei gefälscht. Später als Tom Grant mit weiteren Beweisen an die Öffentlichkeit geht, bestreitet die Medienanwältin nun je mit dem Privatdetektiv zusammengearbeitet zu haben, dieser kann dies aber anhand von Tonbandaufnahmen widerlegen.

Tatsächlich scheint mittlerweile belegt, durch Schriftprüfer, dass der letzte Absatz des Abschiedsbriefes von jemand anderen geschrieben worden war …

Das rätselhafte Cali, der scheinbar (Vermutung von mir) zu keinem Interview bereit ist, sagte schließlich aus das er Kurt Cobain das letzte Mal am Samstag, den 2. April gesehen haben will. Kurt wäre zu ihm, in das Haus das Cali mit seiner Freundin Jessica bewohnte gekommen. Laut Telefonprotokollen hatten Cali und Courtney Love an diesem Samstag achtmal miteinander telefoniert. Dies hatte Courtney Love dem Privatdetektiv, Tom Grant, nicht erzählt.

Tatsächlich scheinen einige offenen Fragen zu bleiben. Warum hielt sich Courtney Love in einem Hotel und nicht im gemeinsamen Haus auf, wenn es doch keine Trennung gab und ihr Mann in einer Reha Klinik war? Warum hat sie den Privatdetektiv, welchen sie vorerst wegen vermeintlichen Kreditkartendiebstahl und schließlich doch wegen dem Auffinden von Kurt Cobain engagierte nie erzählt, dass er einen Tag nach der Flucht aus der Rehab Klinik bei diesem Cali aufgetaucht war? Warum lag die Patrone links des leblosen Cobains und nicht rechts, wo sich der Auswurf befand?

Zu Bedenken bleibt wohl auch, das Courtney Love aufgrund des Ehevertrages bei einer Scheidung so gut wie nichts erhalten hätte, durch das Versterben Cobains allerdings Alleinerbin ist…Jedoch, wenn sie Kurt Cobain tot sehen wollte, warum hatte sie in Rom Hilfe geholt, nachdem sie Cobain ohnmächtig gefunden hatte? Wäre es nicht einfacher gewesen in bereits dort versterben zu lassen?

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