Wolf Creek: gefährliches Outback

Zu Beginn des Filmes sehen wir zwei Einblendungen, zum einen das er auf einer wahren Begebenheit beruhe, zum anderen das jedes Jahr 30.000 Menschen in Australien als vermisst gemeldet werden, 90 % fände man innerhalb eines Monats wieder doch die anderen werden nie wiedergesehen.

Drei junge Erwachsene, ein Australier und zwei Engländerinnen, wollen durchs australische Outback touren. Nachdem sie den Wolf Creek Krater, einen Meteoritenkrater, besucht haben und einen Tankstopp einlegten, startet ihr Auto wenig später nach einer Rast im Outback nicht mehr auch die Uhren scheinen stehen geblieben. Ein Mann mit Abschleppwagen kreuzt ihren Weg, er inspiziert den Wagen und bietet ihnen eine kostenlose Reparatur an. Nach einigen Bedenken, da die Werkstatt auch in die entgegengesetzte Richtung ihrer Route liegt, willigen sie ein und landen bei einem verlassenen Bergwerk mit Schrottplatz.
Sie dürfen eine Nacht hier schlafen. In der Nacht wacht eine der jungen Frauen, allein, in einem Schuppen auf, sie ist gefesselt kann sich aber befreien. Recht schnell entdeckt sie nun Blutspuren bei dem Lagerfeuer, bei welchem sie und ihre Freunde eingeschlafen waren und hört die Schreie ihrer Freundin. Ein Wettlauf um das Leben der beiden Frauen beginnt, welche diesen verlieren. Nur ihr Freund kann unbemerkt entkommen. Schließlich endet der Film mit Einblendungen, dass die beiden Frauen nie gefunden wurden und trotz der Angaben ihres Freundes auch das Bergwerk nicht. Der Täter sei noch immer da draußen.

Nahe Sydneys befindet sich der Belanglo State Forest, selbiger stellt für Rucksacktouristen und Wanderer ein beliebtes Ausflugsziel dar, erstreckt er sich doch über 3500 Hektar und bietet Gelegenheit für Camping, Grillen und natürlich Wandern und Radtouren unternehmen.

Doch Anfang der 90er Jahre werde hier die leblosen Überreste von sieben jungen Menschen gefunden, welche einen grauenhaften Tod fanden. Dies scheint jedoch nur der Anfang einer Serie von Todesfällen gewesen zu sein. Bis heute werden Verstorbene im Belanglo State Forest gefunden.

Die jungen Menschen, alle zwischen 19 und 22 Jahren, waren innerhalb der Jahre 1989 und 1992 im Wald verschwunden, ihre sterblichen Überreste wiesen zahlreiche Stichwunden, Strangulationen, Einschüsse und auch Durchtrennung des Rückenmarks auf. Ein früherer Bauarbeiter, dessen Name hier nicht genannt wird, wurde ziemlich bald verhaftet und der Morde überführt. Eines seiner potenziellen Opfer war entkommen, er wurde von dem Serienmörder ein Stück in dessen Wagen mitgenommen, schließlich gefesselt und als der Täter eine Schusswaffe auf ihn richtete und das Feuer eröffnete konnte er entkommen, während seiner Flucht traf er auf einen Motorradfahrer, vermutlich rettete ihm selbiger endgültig das Leben. Er berichtete der Polizei davon und über die Beschreibung konnte der Täter gefasst werden.

1994 identifizierte der Überlebende den Täter einwandfrei, woraufhin ihm der Prozess gemacht wurde. Er erhielt für alle Fälle eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung und wird somit bis zu seinem Tode im Gefängnis bleiben. Er wurde unter dem Pseudonym Backpack-Murder bekannt.

Doch damit sollten die Morde, in diesem Wald, nicht enden. 2010 soll der Neffe des inhaftierten Täters seinen 17-jährigen Jugendfreund im Belanglo State Forest mit einer Axt erschlagen.

Im August 2010 entdecken Fahrradfahrer ein Skelett, erst im Oktober 2015 sollen sich die Überreste als eine 2008 letztmals gesehene Mutter handeln, sie war zu ihrem Todeszeitpunkt 22 Jahre alt. Bereits im Juli 2015 hatte man den leblosen Körper einer zweijährigen in einem Koffer entdeckt, 1.100 Kilometer außerhalb des Waldes, dabei handelte es sich, wie sich später herausstellen sollte, um die junge Tochter der Verstorbenen. Beide waren zuletzt 2008 gesehen worden, wurden 2009 von der Familie als vermisst gemeldet, doch da die ganze Zeit falsche Handynachrichten an die Familie vom Handy der Verstorbenen gesendet wurden, waren den Ermittlern die Hände gebunden.

Vorerst dachte man weitere Opfer des sogenannten Backpack-Murders gefunden zu haben, tatsächlich stellte sich heraus das er zu dem vermuteten Todeszeitpunkt bereits inhaftiert war, schließlich führte die Spur zum ehemaligen Lebenspartner der Verstorbenen, welchem derzeit der Prozess gemacht wird.

Die Polizei schließt nicht aus das noch weitere Opfer, auch des Backpack-Murder im Belanglo State Forest, in den folgenden Jahren gefunden werden könnten. Bereits 1971 gab es einen Vorfall, bei welchem der Backpack-Murder, zwei Frauen verschleppt und missbraucht hatte, hierfür wurde er kurzzeitig inhaftiert. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Backpack-Murder für das Verschwinden drei weiterer Frauen in den Jahren 1978 und 1979 verantwortlich sein könnte.

Ebenfalls 2015 spann eine junge Unternehmerin doch tatsächlich den Gedanken die grausamen Morde zu Geld zu machen. Sie bot geführte Touren durch den Wald an und bewarb diese mit den Worten „Komm mit uns in den Wald wo der Backpack-Murder seine Opfer verscharrte, doch bedenke, wenn du den Belanglo State Forest betrittst, kommst du vielleicht nie wieder heraus.“

Nach, verständlichen, Beschwerden der Hinterbliebenen sowie Politikern musste sie ihr Angebot zurückziehen und durfte die Touren nicht mehr unter diesem Kontext anbieten.

Doch die Jahre verstrichen und die Welt hat sich gewandelt, bald werden wir hier über andere verstörende Angebote des, wie es das Wesen hinter den Blog nun nennt, Grauentourismus erfahren.

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