Pakt der Wölfe: rätselhafte Bestien in Gevaudan und Bladenboro

Im Film wird der Naturwissenschaftler Gregoire de Fronsac nach Gevaudan entsandt, um dort eine mordende Bestie zur Strecke zu bringen. Als er einige Überlebende und Augenzeugen befragt stellt er fest, das die Bestie kein Wolf sein kann, zudem findet er in einem Verstorbenen einen metallischen Zahn. Es folgt, neben seltsam anmuteten okkulten Szenen, jeder Menge Sex (wie könnte es auch anders sein) eine Treibjagd, bei welcher etliche Wölfe ihr Leben lassen müssen. Schließlich präpariert der Naturwissenschaftler einen der Wölfe, damit dieser als Bestie ausgestellt werden kann, doch die Bestie mordet weiter. Schließlich erfahren wir wer die Bestie warum kontrolliert und dass sie wohl ein Löwe in einer Art Panzerrüstung war.

Tatsächlich orientiert sich der Film jedoch sehr nah an den wahren Begebenheiten. Der Bestie von Gevaudan wütete in der Zeit von 1764 bis 1767, etliche damalige Dokumente wie; Briefverkehr, diverse Berichte und Zeitungsartikel belegen eine Opferzahl von 78 bis 99 Getöteten und 50 bis 80 Verletzten.

Bemerkenswert ist in jedem Fall das die Attacken der Bestie auf Feldern, im Wald, in Schluchten, aber auch direkt in Straßen und Gärten passierten. Ebenfalls das sie oftmals ihre Opfer lediglich verschleppte. Eine menschliche Kontrolle scheint ebenfalls möglich, da oft Kinder und Jugendliche ihre Geschwister und Spielkameraden erfolgreich gegen die Bestie verteidigen konnten.

Zu Berühmtheit gelangte damals der 12-jährige Jaques. Am 12. Jänner 1765 wurden er und sechs weitere Kinder von der Bestie attackiert, sie verschleppte einen 8-jährigen, wobei Jaques nun die treibende Kraft dahinter war, dass die jungen Hirten die Bestie, welchen ihren Freund in der Pranke trug, verfolgten. Im Sumpfland kam die Bestie den Kindern nicht davon, selbige stachen mit Lanzen auf sie ein und konnten so ihren Freund lediglich mit einer Armverletzung retten.

Auch die 35-jährige Jeanne wurde berühmt, sie verteidigte ihre beiden Kinder, ein sechsjähriger Sohn und die zehnjährige Tochter im eigenen Garten gegen die Bestie. Dennoch konnte es mit einem Kind fliehen, ihr weiterer Sohn mit 13 Jahren verfolgte die Bestie samt Hütehund, konnte sie stellen, dennoch verstarb sein Geschwisterchen sechs Tage später an seinen Verletzungen.

Schnell schien klar, die Bestie konnte tatsächlich kein Wolf sein, sie soll so groß wie ein Rind gewesen sein, die Schrittlänge über 16 Zentimeter lang und über eine Sprungweite von neun Meter verfügen. Auch sein Fell wurde als rötlich an der Oberseite und weiß an der Unterseite beschrieben, es hätte einen dunklen Streifen am Rücken. Die Flanken sollen Flecken aufgewiesen haben, am Hinterkopf und im Nacken soll sich ein Haarschopf befunden haben und auch das Schwanzende war ungewöhnlich dick. Auch soll sie sich geduckt an ihre Opfer angeschlichen haben.

Tatsächlich folgte eine Treibjagd unter der Leitung vom Grafen de Buffon, welcher wohl als Vorlage für den Naturwissenschaftler im Film diente, von 1766 bis 1767, binnen eines Jahres, wurden in Gevaudan 99 Wölfe getötet. Ebenfalls wurden einige Wölfe, welche von Natur aus auffallend größer waren, als Bestie präsentiert, der Fall galt als abgeschlossen. Doch die Bestie griff weiterhin in Gevaudan Menschen an, die Behörden ignorierten dies nun.

Doch am 19. Juni 1767 erlegte Jean Chastel im Wald ein ungewöhnliches Tier, am 26. Juni wurde zudem eine Wölfin getötet, die mit diesem Tier unterwegs gewesen sein soll.

Es folgt ein Bericht der besagt; dass am 19. Juni getötete Tier ähnle nur vom Hinterteil und dem Schweif einem Wolf. Sein Hals sei bedeckt von einem sehr dichten Fell. Die Vorderbeine wären sehr Dick und die Pfoten sind bestückt mit vier Krallen, die viel mächtiger sind als die von anderen Wölfe. Seine Schulterhöhe maß 77 Zentimeter.

Der Kadaver wurde auf Geheiß des Königs vernichtet, heutzutage vermuten Experten das es sich bei dem Tier um eine Hyäne gehandelt haben könnte.

Auch in Bladenboro, North Carolina, hatte es ein Biest, im Winter 1953-54, vornehmlich auf Hunde abgesehen. Das Ungewöhnliche an diesen Vorfällen, die Bestie welche von Augenzeugen als katzenähnlich beschrieben wurde zerquetschte oder enthauptete diese, manche Berichte sprechen von Blutleeren Kadavern.

Zudem schreckte das Biest von Bladenboro ebenfalls nicht davor zurück sich bis in die Gärten und auf die Veranden der Menschen zu wagen, um dort die Hunde zu attackieren. Zeugen, die ihre Tiere verteidigten, sprachen von Lauten die wie ein lautes Babyschreien oder das Weinen einer Frau klang. Viele beschrieben das Biest als katzenähnlich und dunkel wie ein Panther, manche sprachen von entweder katzenähnlich oder auch Ähnlichkeit zu Bären.

So berichtet ein Zeuge, ein junger Mann namens Dalton Norton, das er und seine Familie ein seltsames Geräusch auf ihrer Veranda vernahmen, es klang wie ein Baby das weint, als er hinausblickte sah er etwas das er eine große Katze nannte, welche solang er sie beobachten konnte von Veranda zu Veranda schlich.

Das Ehepaar Kinlaw wurde auf das Wimmern ihrer Hunde aufmerksam, nachdem sie die katzenähnliche Kreatur sehen vertreibt der Mann diese und bleibt vor dem Haus stehen, die Frau verbleibt auf der Veranda. Das Biest von Bladenboro kehrt jedoch zurück und rannte auf die Veranda, die Frau schrie, da stoppte das Tier abrupt drehte um und lief erneut davon.

Interessant die Aussage von Lloyds Clemmons, er und seine Frau wären im Wohnzimmer gewesen, als sie bemerkten das ihre beiden Hunde sehr unruhig wurden. Das Licht ihrer Veranda war eingeschaltet und ein Nachbar hatte das Licht an seiner Hintertür an, wodurch Clemmons das Biest gut sehen konnte. Es sei circa 51 Zentimeter hoch gewesen und sein Schweif sollte knapp 36 Zentimeter gehabt haben. Es hatte eine dunkle Fellfarbe und ein katzenähnliches Gesicht, er habe nur noch nie eine so große Katze gesehen.

Begonnen hatten die Attacken bereits am 29. Dezember 1953 und gingen dann regelmäßig bis 11. Jänner 1954. Die Leute seien in Panik gewesen und nachts nicht mehr vor die Tür gegangen. Treibjagden begannen, wobei der Polizeichef, Roy Fores, am 3. Januar sich allein mit seinen Hunden auf den Weg machte, seine Hunde waren jedoch nicht bereit der Spur des Tieres zu folgen.

Tägliche Treibjagden mit unterschiedlicher Teilnehmeranzahl inklusive derer Hunde brachten keinen Erfolg.

Am 13. Jänner fing ein Farmer einen Luchs mit einer Falle und erschoss selbigen, er präsentierte diesen als das Biest von Bladenboro, doch laut Experten war es sehr unwahrscheinlich, dass dieser Luchs es mit den Hunden, darunter Pitbulls, hätte aufnehmen können. Abgesehen davon das Luchse über keinen langen Schweif verfügen.

Ebenfalls am 13. Jänner verlie? ein Mann aus Tabor, Bruce Soles, Bladenboro mit seinem Auto, er soll eine Großkatze mit seinem Auto überfahren haben und beschrieb diese mit einer Höhe von 50 bis 60 Zentimetern und einem Gewicht zwischen 34 und 40 Kilogramm, zudem soll es Flecken wie ein Leopard aufgewiesen haben.

Die Attacken endeten jedenfalls, vorerst, bis am 15. Dezember 1954, ein Farmer entdeckte viele seiner Hühner und Schweine Tod. Verstümmelt und mit zerquetschten Köpfen. Somit ähnlich zugerichtet wie die Hunde aus Bladenboro.

Danach sind keine weiteren Vorfälle bekannt. Auch hier wird spekuliert um welches Tier es sich gehandelt haben könnte oder ob das Ganze nur eine Publicity Sache war.

Oft meinen die Leute es sei wohl möglich ein verwilderter Hund oder Coyote gewesen, jedoch sind die genannten Schreie, wie das Weinen eines Babys oder einer Frau, wohl tatsächlich eher einem katzenähnlichen Wesen als einem Hund zuzuordnen.

Die Angst vor dem blutsaugenden Monster scheint jedoch vorbei. Bladenboro befindet sich mitten in den Vorbereitungen für das zwölfte jährliche Bladenboro Beast Festival.

 

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